Neues Hilfsmittel für alle Rentner: Die Rentenampel

Steuern mussten Rentner zwar im Prinzip schon immer zahlen, doch erst seit dem Jahr 2005 gilt diese Regelung für alle Alterseinkünfte und nicht mehr nur für den Ertragsanteil der Renten. Damit die Einkünfte im Alter noch immer gefördert werden können, sind nun anstelle der Renten selbst die zuvor gezahlten Rentenversicherungsbeiträge steuerlich begünstigt. Auf diese Weise konnte eine Ungleichbehandlung der Einkünfte im Alter beendet werden, ohne die Förderung der Renten zu stark einzuschränken. Wie stark die Besteuerung der Renten ausfällt, hängt seit der Änderung nicht mehr vom Alter zum Rentenbeginn ab, sondern einzig davon, in welchem Jahr die Rente erstmals bewilligt wurde.

Im Jahr 2005 startete die Besteuerung der Renten mit 50 %. Seither stieg der steuerpflichtige Anteil der Rente jährlich um 2 %. Im Jahr 2020, wenn eine 80-prozentige Besteuerung der Renten erreicht wird, sinkt die jährliche Steigerung auf 1 %. Erst im Jahr 2040 tritt die volle Besteuerung der Renten in Kraft. In diesem Jahr werden die neuen Rentner auch das gesamte Arbeitsleben über von der Steuerfreiheit der Versicherungsbeiträge profitiert haben können. Bis zu diesem Zeitpunkt ergibt sich bei der Frage nach den zu zahlenden Steuern aber vielfach die Frage, ob eine Steuererklärung sinnvoll oder notwendig ist.

Für jeden Rentner wird zum Beginn seiner Rente ein Steuerfreibetrag festgelegt, den er den Rest seines Lebens beibehält. Auch nach dem Tod gilt der Freibetrag für eventuell anfallende Witwen- oder Waisenrenten. Der Freibetrag entspricht dem zu Beginn der Rente bestehenden steuerfreien Anteil. Im Jahr 2005 lag dieser zum Beispiel bei 50 % der Alterseinkünfte. Die Einkünfte können im Laufe der Zeit steigen oder sinken, der Freibetrag bleibt jedoch konstant bei 50 % der ersten Rentenzahlung. Ob im aktuellen Jahr Steuern zu entrichten sind, richtet sich also auch danach, ob die Rente seither gestiegen oder gesunken ist. Da viele gerne darauf verzichten, eine Steuererklärung abzugeben, kann im Einzelfall eine Steuerampel helfen.

Besteuerung der Rente: Hier geht’s zur Steuerampel

Dieses Programm ermittelt anhand der aktuellen und der vergangenen Rentenhöhe und dem Datum des Renteneintritts, ob das Ausfüllen der Steuererklärung notwendig oder überhaupt sinnvoll ist. Auch die Aussicht auf die mögliche Steuerhöhe kann anhand der Rentenampel bereits ermittelt werden. Zeigt die Ampel an, dass wahrscheinlich keine Steuern zu zahlen sind, genügt es, die einfachsten Formulare auszufüllen. Bei einer Aussicht auf zu zahlende Steuern lohnt es sich dagegen, mehr Arbeit in die Steuererklärung zu stecken, um durch weitere Angaben auch diese Steuerlast noch einzusparen.