Rentner werden ab Oktober 2009 durch Finanzämter strenger kontrolliert

Die Finanzämter kontrollieren ab Oktober, ob die Ruheständler ihre seit 2005 erhaltenen Renten ordnungsgemäß versteuert haben. Durchschnittsrenten sind zwar auch nach der Änderung der Rentenbesteuerung im Jahre 2005 steuerfrei – bei Zusatzeinkünften (wie Arbeitslohn, Versorgungsbezüge, Zinsen, Mieteinnahmen) können jedoch auch Durchschnittsrentner steuerpflichtig werden.

Rentnern, die keine Steuererklärung abgegeben haben,  obwohl sie dazu verpflichtet gewesen wären, drohen Steuernachzahlungen für die Jahre 2005 bis 2008. Schätzungen der Deutschen Steuergewerkschaft zufolge könnte einige Millionen deutscher Rentner davon betroffen sein.

Die neue Steueridentifikationsnummer, die auch Rentner und Pensionäre vom Bundeszentralamt für Steuern im vergangenen Jahr erhalten haben, ermöglicht einen bundesweiten Datenabgleich über Einnahmen, die Rentner seit 2005 aus der gesetzlichen Rentenversicherung, Betriebsrenten und privaten Leibrenten erhalten haben. Ab Januar 2009 wurden etwa 120 Millionen sogenannte Rentenbezugsmitteilungen von der Deutschen Rentenversicherung, allen privaten Rentenversicherern, Versorgungswerken, Pensionsvereinen und anderen Institutionen an die Zulagenstelle für Altersvermögen in Berlin übermittelt. Über die Bundesländer werden die Rentenbezugsmitteilungen an die zuständigen Finanzämter zur Auswertung weitergeleitet. Es ist damit zu rechnen, dass den Finanzämtern alle wichtigen Daten zum Jahresende vorliegen und die ersten schriftlichen Aufforderungen an steuerpflichtige Rentner etwa Ende März 2010 verschickt werden.