Hintergründe zur geänderten Rentenbesteuerung

Die Rentensteuer ist keine eigene Steuer,  sondern bezeichnet die Einkommensteuer, die auf Renteneinkünfte zu zahlen ist. Mit dem „Alterseinkünftegesetz“ wurde die Besteuerung von Renten ab 2005 geändert. Hintergrund ist eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes aus dem Jahr 2002, das die bisherige unterschiedliche Besteuerung von Renten und Pensionen als mit dem Grundgesetz unvereinbar angesehen hat. Bis 2004 war nur der Ertragsanteil der Rente einkommensteuerpflichtig.

Ziel des „Alterseinkünftegesetzes“ ist die schrittweise Umsetzung der nachgelagerten Besteuerung. Das bedeutet, dass die Altersversorgung aus unversteuerten Gehaltsbestandteilen aufgebaut wird, während die späteren Altersbezüge in vollem Umfang steuerpflichtig sind. Für die Umsetzung der Reform hat der Gesetzgeber einen Übergangszeitraum festgelegt. Seit 2005 müssen Rentner mindestens 50 Prozent ihrer Altersbezüge versteuern – das gilt für alle Bestandsrenten und die in diesem Jahr erstmals gezahlten Renten. Ab 2006 wird der Besteuerungsanteil für jeden neu hinzukommenden Rentnerjahrgang erhöht, bis für die ab 2040 erstmals gezahlten Renten ein Besteuerungsanteil von 100 Prozent erreicht ist. Im Gegenzug werden die Beitragszahlungen der heutigen Arbeitnehmer sukzessive von der Steuer abzugsfähig.