Neues Hilfsmittel für alle Rentner: Die Rentenampel

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By admin, August 31, 2012

Steuern mussten Rentner zwar im Prinzip schon immer zahlen, doch erst seit dem Jahr 2005 gilt diese Regelung für alle Alterseinkünfte und nicht mehr nur für den Ertragsanteil der Renten. Damit die Einkünfte im Alter noch immer gefördert werden können, sind nun anstelle der Renten selbst die zuvor gezahlten Rentenversicherungsbeiträge steuerlich begünstigt. Auf diese Weise konnte eine Ungleichbehandlung der Einkünfte im Alter beendet werden, ohne die Förderung der Renten zu stark einzuschränken. Wie stark die Besteuerung der Renten ausfällt, hängt seit der Änderung nicht mehr vom Alter zum Rentenbeginn ab, sondern einzig davon, in welchem Jahr die Rente erstmals bewilligt wurde.

Im Jahr 2005 startete die Besteuerung der Renten mit 50 %. Seither stieg der steuerpflichtige Anteil der Rente jährlich um 2 %. Im Jahr 2020, wenn eine 80-prozentige Besteuerung der Renten erreicht wird, sinkt die jährliche Steigerung auf 1 %. Erst im Jahr 2040 tritt die volle Besteuerung der Renten in Kraft. In diesem Jahr werden die neuen Rentner auch das gesamte Arbeitsleben über von der Steuerfreiheit der Versicherungsbeiträge profitiert haben können. Bis zu diesem Zeitpunkt ergibt sich bei der Frage nach den zu zahlenden Steuern aber vielfach die Frage, ob eine Steuererklärung sinnvoll oder notwendig ist.

Für jeden Rentner wird zum Beginn seiner Rente ein Steuerfreibetrag festgelegt, den er den Rest seines Lebens beibehält. Auch nach dem Tod gilt der Freibetrag für eventuell anfallende Witwen- oder Waisenrenten. Der Freibetrag entspricht dem zu Beginn der Rente bestehenden steuerfreien Anteil. Im Jahr 2005 lag dieser zum Beispiel bei 50 % der Alterseinkünfte. Die Einkünfte können im Laufe der Zeit steigen oder sinken, der Freibetrag bleibt jedoch konstant bei 50 % der ersten Rentenzahlung. Ob im aktuellen Jahr Steuern zu entrichten sind, richtet sich also auch danach, ob die Rente seither gestiegen oder gesunken ist. Da viele gerne darauf verzichten, eine Steuererklärung abzugeben, kann im Einzelfall eine Steuerampel helfen.

Besteuerung der Rente: Hier geht’s zur Steuerampel

Dieses Programm ermittelt anhand der aktuellen und der vergangenen Rentenhöhe und dem Datum des Renteneintritts, ob das Ausfüllen der Steuererklärung notwendig oder überhaupt sinnvoll ist. Auch die Aussicht auf die mögliche Steuerhöhe kann anhand der Rentenampel bereits ermittelt werden. Zeigt die Ampel an, dass wahrscheinlich keine Steuern zu zahlen sind, genügt es, die einfachsten Formulare auszufüllen. Bei einer Aussicht auf zu zahlende Steuern lohnt es sich dagegen, mehr Arbeit in die Steuererklärung zu stecken, um durch weitere Angaben auch diese Steuerlast noch einzusparen.

Aktuelle Steuersoftware für die Rentensteuer-Erklärung

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By admin, February 1, 2010

Steuersoftware-Programme für die Steuererklärung am PC sind bei Arbeitnehmern sehr beliebt, da mit ihrer Hilfe das Ausfüllen der Steuerformulare wesentlich einfacher von der Hand geht. Nun gibt es auch die speziell auf die Bedürfnisse von Rentnern und Pensionären abgestimmte
SteuerErklärung 2009 für Rentner und Pensionäre
vom Marktführer Akademische Arbeitsgemeinschaft, dessen Steuer-Software in den vergangenen Jahren wiederholt von Finanztest, Computerbild und anderen Fachzeitschriften zum Testsieger erkoren wurde. Dieses aktuelle Steuerprogramm auf CD-ROM geleitet Sie sicher durch Ihre Steuererklärung 2009 und hilft Ihnen gleichzeitig, Ihre Steuerbelastung zu reduzieren. Ergänzt wird die Steuer-Software durch einen umfassenden Steuerratgeber in Buchform. Hier finden Sie Antworten auf alle Fragen bezüglich der Besteuerung im Ruhestand, etwa

  • ob Sie überhaupt eine Steuererklärung abgeben müssen
  • was Beamtenpensionäre und Betriebsrentner beachten müssen
  • was beim Übertritt vom Berufsleben in den Vorruhestand aus Sie zukommt (Altersteilzeit, Abfindungen, Arbeitslosengeld und Betriebsaufgabe)
  • welche gesetzlichen Hinzuverdienstgrenzen bei einer Nebenbeschäftigung im Vorruhestand bestehen
  • wie das Finanzamt Krankheitskosten und außergewöhnliche Belastungen anerkennt
  • wie sie Ihren Steuerbescheid überprüfen und sich gegen einen unberechtigten Bescheid vom Finanzamt wehren können

Da viele Rentner gegenwärtig dabei sind, rückwirkend für die Jahre 2005-2008 zu überprüfen, ob sie zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet waren und gegebenenfalls ihre Steuererklärung nachholen werden, gibt die Akademische Arbeitsgemeinschaft zum Preis der aktuellen Steuersoftware für 2009 auch ein Paket mit der Steuer-Software für die Steuererklärung 2005-2008 für Rentner heraus.

Bücherempfehlungen zur neuen Rentenbesteuerung

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By admin, January 26, 2010

Wie Sie vielleicht schon selber festgestellt haben, ist das Thema der Besteuerung von Renten leider alles andere als leicht verdauliche Kost. Um zu klären, ob man selber als Rentner steuerpflichtig ist bzw. wird und welche steuerlichen Belastungen auf einen zukommen, ist aus unserer Sicht jedoch nicht unbedingt eine kostenpflichtige Beratung beim Steuerberater erforderlich.

Einen guten Einstieg in die Thematik ermöglicht die inzwischen reichlich vorhandene Ratgeberliteratur zur Rentenbesteuerung. Besonders empfehlenswert – da kompakt und verständlich geschrieben – ist die von der Stiftung Warentest seit einigen Jahren herausgegebene Spezialbroschüre “Steuererklärung für Rentner” – aktuell ist sie im Buchhandel für das Steuerjahr 2009 in der 4. Auflage erhältlich. In den über 60 Seiten wurden anhand von Beispielen sehr viele denkbare Fälle berücksichtigt – was für Sie nicht zutrifft, können Sie oft schon an den Überschriften erkennen. Dem Ausfüllen der Steuerformulare wurde beispielsweise ein eigenes ausführliches Kapitel “Steuererklärung Schritt für Schritt” gewidmet, in dem alle relevanten Steuerformulare Zeile für Zeile sehr anschaulich wiederum anhand von Beispielen erklärt werden. Die Broschüre kostet 12,99 Euro und kann auch versandkostenfrei über den Onlinehändler Amazon.de bestellt werden. Die Broschüre der Stiftung Warentest sowie weitere Bücher zur Rentensteuer – beispielsweise den “Renten-Konz” – finden Sie auf unserer Ratgeberseite.

Steuerrückzahlungen für eine Million Rentner

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By admin, December 7, 2009

Knapp eine Million deutsche Rentner dürfen sich demnächst über Rückzahlungen vom Fiskus freuen, weil sie in den vergangenen Jahren zu viele Steuern gezahlt haben. Allerdings müssen sich aber auch ungefähr genauso viele Rentner auf Steuer-Nachforderungen einstellen. Dies berichtet die WAZ-Gruppe unter Berufung auf ein Arbeitspapier aus den Finanzbehörden der Länder. Erste Stichproben der Finanzverwaltung in Nordrhein-Westfalen ergaben, dass etwa 22 Prozent der Rentner ihre Renten-Steuererklärung falsch ausgefüllt haben. Davon zahlte rund die Hälfte zu viel Steuern, die andere Hälfte zu wenig. Hochgerechnet auf ganz Deutschland wären das jeweils 970 000 Rentner.

Im Test lag die Rückerstattung dem Bericht zufolge bei durchschnittlich 250 Euro pro Jahr. Die häufigsten Fehler waren, dass Rentner vergessen haben, ihre Krankenkassen und die Höhe der Pflegebeiträge anzugeben oder die Rentenarten verwechselt haben. So wurde etwa ein Rentner, der seine gesetzliche Renten versehentlich in das Feld für die Betriebsrente eingetragen hatte, bis zu doppelt zu hoch besteuert.

Laut dem Chef der Steuergewerkschaft, Dieter Ondracek, müssen auch schon rechtskräftig gewordene Steuerbescheide korrigiert werden, wenn das Finanzamt die Fehler hätte erkennen können. Die Finanzämter wollen diese Fälle ab Januar Schritt für Schritt aufarbeiten. Die betroffenen Rentner müssen nicht selber aktiv werden, sondern können die Nachprüfungen abwarten.

Anderseits hätten viele Rentner auch Betriebsrenten oder andere Alterseinkünfte verschwiegen. Sie müssten mit Nachforderungen rechnen, die im Test durchschnittlich 150 Euro pro Jahr betrugen. Um die Nachzahlungen wollen sich die Finanzämter erst ab Sommer 2011 kümmern. Steuerstrafen drohen den meisten der bisher zu niedrig besteuerten Rentner wegen der relativ kleinen Beträge wahrscheinlich nicht.

(Schon wieder) neue Pläne zur Rentenbesteuerung

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By admin, November 19, 2009

Vielleicht haben Sie vor einigen Wochen auch über die Medien mitbekommen, daß die FDP eine Vereinfachung der Besteuerung von Renten plant. Kern des Vorschlags war ein „Steuerabzug an der Quelle“, also bereits bei Auszahlung der Renten, so wie dies auch bei der Lohnsteuer erfolgt. Das Ganze wurde als Wohltat im Zeichen von Bürokratieabbau und Bürgerfreundlichkeit verkauft und brachte den FDP-Finanzexperten einen Tag lang in die Schlagzeilen (siehe beispielsweise hier).

Dass sich hinter dieser „Vereinfachung“ der Rentensteuer außer viel heißer Luft sogar eher eine Verkomplizierung verbirgt, machte am nächsten Tag die Deutsche Steuergewerkschaft in einer Presseerklärung deutlich. Zum einen, weil sich dann Bezieher einer (hohen) Rente ihre vorab abgeführte Steuer wieder vom Finanzamt zurückholen müssten, wenn sie Abzüge steuerlich geltend machen können. Und zum anderen, weil die Rentenversicherungsträger gar nicht die anderen Einkünfte eines Rentners kennen und dieser bei weiteren Einkunftsquellen auch nicht um Steuererklärung und Nachzahlung herum käme.

Ungefähr dasselbe kann man seit kurzem auch auf der Webseite des Bundesfinanzministeriums nachlesen:

Ein „Steuerabzug an der Quelle“ wurde damit im damaligen Gesetzgebungsverfahren als ineffizient erachtet.

Dennoch rückt die Bundesregierung nicht von der in den Koalitionsvereinbarungen festgeschriebenen Verbesserung des Verfahrens der Besteuerung von Renten ab. Bezeichnenderweise heißt es dazu am selben Ort:

Wie das konkret umgesetzt werden soll, ist noch nicht geregelt.

Dennoch erfährt man ein wenig über die Umsetzung, nämlich genau soviel:

Im Mittelpunkt steht die Idee, den Bürgern durch das Angebot einer vorausgefüllten Steuererklärung zu helfen. Die technische Abwicklung im Einzelnen ist noch mit den Ländern abzustimmen.

Angesichts dieser Ab- und Aussichten wird es immer schwieriger, einem steuerpflichtigen Rentner eine gute Handlungsempfehlung für den heutigen Tag zu geben. Zum Beispiel zur Frage, ob er eine versäumte Steuererklärung noch nachreichen sollte.

Sollte man jetzt noch eine Steuererklärung nachreichen?

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By admin, October 12, 2009

Ab kommendem Frühjahr werden die ersten “säumigen” Rentner Post vom Finanzamt erhalten. Was also sollte ein Ruheständler tun, der bisher keine Steuererklärung abgegeben hat und eine Steuerstrafe vermeiden möchte? Zunächst sollten Sie erst einmal prüfen, ob Sie überhaupt zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind. Anhaltspunkte dazu finden Sie auf dieser Webseite. Sollten Sie selber keine eindeutige Antwort auf diese Frage finden, können sie sich auch durch einen Lohnsteuerhilfeverein oder einen Steuerberater helfen lassen.

Ist ein Rentner tatsächlich steuerpflichtig, kann er seine versäumten Steuererklärungen nachreichen. Tut er dies, bevor das Finanzamt sich bei ihm meldet, geht er straffrei aus und muss nur die nicht entrichteten Steuern nachzahlen (eventuell zuzüglich Zinsen von 6 Prozent jährlich). Wichtig ist, die Steuererklärung kommentarlos einzureichen und sich bei eventuellen Nachfragen des Finanzamtes auf die eigene steuerliche Unkenntnis zu berufen. Auf jeden Fall sollte das Wort Selbstanzeige vermieden werden, da dieses auf ein vorsätzliches Unterlassen hindeutet!

Rentner werden ab Oktober 2009 durch Finanzämter strenger kontrolliert

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By admin, September 24, 2009

Die Finanzämter kontrollieren ab Oktober, ob die Ruheständler ihre seit 2005 erhaltenen Renten ordnungsgemäß versteuert haben. Durchschnittsrenten sind zwar auch nach der Änderung der Rentenbesteuerung im Jahre 2005 steuerfrei – bei Zusatzeinkünften (wie Arbeitslohn, Versorgungsbezüge, Zinsen, Mieteinnahmen) können jedoch auch Durchschnittsrentner steuerpflichtig werden.

Rentnern, die keine Steuererklärung abgegeben haben,  obwohl sie dazu verpflichtet gewesen wären, drohen Steuernachzahlungen für die Jahre 2005 bis 2008. Schätzungen der Deutschen Steuergewerkschaft zufolge könnte einige Millionen deutscher Rentner davon betroffen sein.

Die neue Steueridentifikationsnummer, die auch Rentner und Pensionäre vom Bundeszentralamt für Steuern im vergangenen Jahr erhalten haben, ermöglicht einen bundesweiten Datenabgleich über Einnahmen, die Rentner seit 2005 aus der gesetzlichen Rentenversicherung, Betriebsrenten und privaten Leibrenten erhalten haben. Ab Januar 2009 wurden etwa 120 Millionen sogenannte Rentenbezugsmitteilungen von der Deutschen Rentenversicherung, allen privaten Rentenversicherern, Versorgungswerken, Pensionsvereinen und anderen Institutionen an die Zulagenstelle für Altersvermögen in Berlin übermittelt. Über die Bundesländer werden die Rentenbezugsmitteilungen an die zuständigen Finanzämter zur Auswertung weitergeleitet. Es ist damit zu rechnen, dass den Finanzämtern alle wichtigen Daten zum Jahresende vorliegen und die ersten schriftlichen Aufforderungen an steuerpflichtige Rentner etwa Ende März 2010 verschickt werden.

Hintergründe zur geänderten Rentenbesteuerung

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By admin, September 2, 2009

Die Rentensteuer ist keine eigene Steuer,  sondern bezeichnet die Einkommensteuer, die auf Renteneinkünfte zu zahlen ist. Mit dem „Alterseinkünftegesetz“ wurde die Besteuerung von Renten ab 2005 geändert. Hintergrund ist eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes aus dem Jahr 2002, das die bisherige unterschiedliche Besteuerung von Renten und Pensionen als mit dem Grundgesetz unvereinbar angesehen hat. Bis 2004 war nur der Ertragsanteil der Rente einkommensteuerpflichtig.

Ziel des „Alterseinkünftegesetzes“ ist die schrittweise Umsetzung der nachgelagerten Besteuerung. Das bedeutet, dass die Altersversorgung aus unversteuerten Gehaltsbestandteilen aufgebaut wird, während die späteren Altersbezüge in vollem Umfang steuerpflichtig sind. Für die Umsetzung der Reform hat der Gesetzgeber einen Übergangszeitraum festgelegt. Seit 2005 müssen Rentner mindestens 50 Prozent ihrer Altersbezüge versteuern – das gilt für alle Bestandsrenten und die in diesem Jahr erstmals gezahlten Renten. Ab 2006 wird der Besteuerungsanteil für jeden neu hinzukommenden Rentnerjahrgang erhöht, bis für die ab 2040 erstmals gezahlten Renten ein Besteuerungsanteil von 100 Prozent erreicht ist. Im Gegenzug werden die Beitragszahlungen der heutigen Arbeitnehmer sukzessive von der Steuer abzugsfähig.

Willkommen bei Rentensteuer.org

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By admin, August 26, 2009

Viele Ruheständler sind durch die Medienberichte über die „neue Rentensteuer“ verunsichert und wissen nicht, inwiefern sie davon betroffen sind und ob ihrerseits sogar Handlungsbedarf gegenüber dem Finanzamt besteht. Sicherlich ist es nicht gerade angenehm, sich mit solchen Fragestellungen zu befassen, vor allem wenn man lange keine Steuererklärung mehr abgeben musste.

Dennoch ist es für jeden Rentner wichtig, sich über die Änderungen der Besteuerung von Renten zu informieren. Und sei es, um vielleicht die beruhigende Auskunft zu erhalten, dass man selber davon gar nicht betroffen – da nicht steuerpflichtig – ist.

Unsere Webseite möchte Ihnen eine Orientierungshilfe bei den wichtigsten Steuerproblemen bieten, die auf Rentner und Pensionäre zukommen können.  Dazu wird die Besteuerung von Renten und Pensionen vereinfacht dargestellt und erläutert. Insbesondere gehen wir auf die Frage ein, wann ein Ruheständler verpflichtet ist, eine Steuererklärung abzugeben und welche Vergünstigungen er dabei beanspruchen kann. Sie erhalten darüber hinaus auch Informationen zum Ausfüllen der einschlägigen Steuerformulare und viele weitere nützliche Tipps und Links (also Verweise auf Webseiten, die ebenfalls über das Thema Rentensteuer informieren).

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